Woche 3

Wir haben den westlichsten Punkt unserer Reise erreicht. Ab jetzt geht es wieder Richtung Österreich. In diesen beiden Wochen haben wir nicht nur viel gesehen, sondern auch etliche Campingplätze kennen gelernt. Davon will ich euch ein bisserl erzählen.

Egbert hat gut geplant, zuerst wurde die Route festgelegt, dann in einzelnen Etappen geteilt und schließlich ein Campingplatz in der Nähe ausgewählt. Wie soll man aber bei der Flut von Angeboten das Richtige finden? Also wurden Kriterien festgelegt, nur Campingplätze der Kategorie 3-4 Stern (weil durchgehend bewacht) ausgewählt, Homepages im Internet studiert und entsprechende Bewertungen von Reisenden dazu gesucht.  Die Vorarbeit hat sich wirklich gelohnt, abgesehen von unvorhersehbaren Ereignissen (z.B. in Menton – Camping cars sont interdites ici) wurden wir nicht enttäuscht, im Gegenteil wir waren überrascht, wie schön die meisten Campingplätze waren. Hier ein paar Beispiele dazu:

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Fast alle Campingplätze verfügten über Schatten spendenden Baumbestand. Auch die Privatsphäre kommt nicht zu kurz auf mit Hecken umgebenen Stellplätzen oder indem man sich ein „gutes“ Plätzchen sucht und das WoMo richtig platziert.

Man reist wirklich komfortabel mit unserer Garconniere auf Rädern und muss auf nix verzichten: Schlafzimmer (Alkovenbett), Wohn- und Esszimmer (Dinette), Küche mit stets gekühltem Bier im Kühlschrank, Badezimmer und … einem Keller mit viel Stauraum.

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Die „Terrasse“ (ausziehbare Markise) und grüne Natur direkt vor der Türe, machen den Komfort perfekt.

Noch eine lustige Begebenheit: In Albi morgens als wir beim Aufbrechen waren, sagte Egbert plötzlich : „Schnell, schnell – da brechen andere auch auf, sonst müssen wir uns beim Abwasser anstellen!“ Also, husch husch ins WoMo gehüpft gestartet und als erster beim Abwasser, die anderen hatten das Nachsehen.

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Freitag, 20. September 2013: Albi – Roquefort – Millau, 122km

ALLES KÄSE, ODER WAS

Schweren Herzens sagten wir Adieu zu dem entzückenden Städtchen Albi und brachen auf zur nächsten Etappe, quer durch die Campagne über Landstraßen Richtung Roquefort. In diesem Ort wird der berühmte Roquefort-Käse in speziellen Cavernen (Höhlen) produziert. Wir parkten beim Ortsrand und wanderten bergauf, das Dörfchen klebt steil an einem Felsen, bis wir zur SOCIETE, der größten Käserei gelangten.

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Dort stiegen wir hinab in die Tiefen der Kalkfelsen, bestaunten die unzähligen Käselaibe, die in langen Reihen auf eingesalzten Holzbrettern reifen. Je nach Geschmack werden drei Sorten (kräftig, würzig, mild) in unterschiedlichen Höhlen (verschiedene Klimabedingungen) produziert. Am Ende der Führung darf gekostet und gekauft werden. Unser halber Roquefort fand gut verpackt Platz im Kühlschrank und weiter geht es nach Millau. Wir reisen durchs Land und sehen viel an uns vorbeiziehen.

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Oft fährt man dabei durch Pappel Alleen.

Millau, die höchste Hängebrücke Europas, ist wirklich beeindruckend mit ihrer Höhe und Eleganz. Dieses elegante Bauwerk mit seinen riesigen Dimensionen umspannt seit 2004 mit sieben Pylonen in schwindelnder Höhe das Tal. Der höchste davon überragt mit 343m sogar den Eiffelturm. Ihrem Architekten Norman Foster begegneten wir nochmals in Nimes, aber davon später.

Am Morgen hatte es geregnet und die Landschaft war in dicken Nebel getaucht, aber als wir nachmittags zur Brücke kamen, war alles klar. Wir fotografierten und staunten.

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Bald fanden wir den Campingplatz, eine sehr nette Anlage, den wir mit fünf holländischen WoMos teilten. Ähnlich einer Wagenburg fanden wir uns in einem Fleckchen zusammen und kamen uns ein bisschen vor wie im Wilden Westen.

 

Samstag, 21. September 2013: Millau – Nimes – Pont du Gard, 177km

DIE RÖMER LASSEN GRÜSSEN

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Wir sagen Adieu zu Millau und wieder führte uns der Weg quer durchs Land über trockene Hochebenen, durch tiefe Schluchten mit dichten Laubwäldern bis wir wieder im „Süden“ landeten. Das spürt man deutlich am helleren Licht und den wärmeren Temperaturen.

Gott sei Dank haben wir unseren Reiseführer wiedergefunden. Er lag unter meinem Sitz. Wir dachten, ihn in Toulouse verloren zu haben und freuten uns sehr über das Wiedersehen.

Mittels Google Maps dirigierte ich Egbert durch Nimes, das schon in der römischen Antike eine tragende Rolle spielte. Beweis dafür ist das Wappen von Nimes.

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Ein Krokodil an eine Palme gekettet. Das Motiv stammt von einer Münze aus der Zeit um 27 v.- 14 n.Chr. aus der Zeit von Kaiser Augustus.

Im Schnecki hat man von oben einen wunderbaren Blick bei Stadtrundfahrten. Wir fuhren an der Les Arènes vorbei und fanden gleich in der Nähe ein ideales Plätzchen in einer Gasse, die breit genug war. Schnecki wurde ordentlich verriegelt und los ging es.

Wir begegneten vielen Menschen, nicht nur Touristen, sondern auch Einheimischen, die ihren Samstag in der City verbrachten. Ähnlich wie in Arles bildet das Les Arènes, erstaunlich gut erhalten, das Herzstück von Nimes. Es wurde im 1.Jh.n.Chr. errichtet, ist 133m lang und 101m breit und fasst 20.000 Zuschauer. Während den Ferias (drei wichtige Feste im Jahr) finden hier die „Courses libres“ (unblutigen Stierkämpfe) statt, allerdings vor den Ferias gibt es die „Corridas“ (die spanische, blutige Variante). Das Theater wird auch als Veranstaltungsort für Musikevents verwendet.

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Dann spazierten wir Richtung Maison Carrées, ein römischer Tempel, errichtet im 1.Jh.v.Chr. zu Ehren des Enkel, bzw. Adoptivsohns von Kaiser Augustus. Dieser Tempel ist der einzig vollständig erhalten römische Tempel und wird noch heute als Veranstaltungsort verwendet.

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Direkt ihm gegenüber liegt das Carrè d’Art, das Museum für Moderne Kunst, entworfen vom britischen Architekten Norman Foster, dem wir bereits in Millau begegenet waren. Wir spazierten durch die Gässchen und entdeckten manch Schönes, wie …

DSCF5413 DSCF5417 DSCF5414 … dieses Bier Magazine!!!!

Zurück beim Theater sahen wir daneben auf dem Platz eine große Menschentraube. Beim Näherkommen entdeckten wir, dass hier ein Pferde Couring stattfand, also verweilten wir ein bisschen und sahen zu.

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Die drei Grazien hielten die Bewertungen in die Höhe für die dreijährigen Hengste
DSCF5421 ... eine Augenweide

Wir bewunderten die stolz tänzelnden jungen Hengste und genossen die Athmosphäre. Nun hatten wir es nicht mehr weit bis zu unserem Schlafplätzchen direkt neben dem Pont du Gard.

Der Campingplatz ist herrlich gelegen, mit Sandboden und schattigen Pinien, wie am Mittelmeer. Wir fanden ein wunderbares Plätzchen mit direktem Blick auf den Gardon und beschlossen hier das Wochenende zu verbringen. Obwohl schon Ende September war es sommerlich warm.

Abends speisten wir wieder einmal bei Chez Egbert – herrliche Goldbrassen – ein wahres Gedicht!

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Egbert entspannt nach der langen Fahrt

 

Sonntag, 22. September: Pont du Gard

EIN HERRLICHER SONNTAG

Morgens erwachten wir bei strahlendem Sonnenschein. Während Egbert, wie üblich frisches Baguette holte, räumte ich das WoMo auf und bereitete alles für das Frühstück vor, das wir diesmal Outdoor mit herrlichem Blick auf den Gardon genossen. Wir fühlten uns wie im Urlaub, … hoppla, wir waren ja auf Urlaub! Die Pinien, der Sand, die Sonne, die Ruhe … ein herrlicher Tag!

Dann holten wir die Räder vom Träger und machten uns auf den Weg zum antiken römischen Aquädukt. Nach 200m gelangten wir bereits zur Schranke, wo ein wohlmeinender Parkwächter uns 15€ für den Besuch abknöpfen wollte. Nach etlichem Hin- und Her, bezahlten wir dann für vier (das Paar vom Nachbar Womo war mittlerweile zu Fuß eingetrudelt) und waren’s zufrieden.

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Der Pont du Gard ist eines der prachtvollsten und besterhaltensten römischen Baudenkmäler in Europa. Es war ein tolles Erlebnis innerhalb von zwei Tagen diese beiden großartigen Bauwerke zu sehen (die Moderne = Brücke von Millau und hier die Antike).

Drei Arkadenreihen überspannen in 49 Meter Höhe den Fluss Gardon. Die bis zu 6 Tonnen schweren Quadersteine wurden so genau zugeschnitten, dass sie durch den gegenseitigen Druck ohne Mörtel zusammengefügt werden konnten. Der Pont du Gard ist nur das Teilstück eines circa 50km langen Aquädukts der Nimes seit der Mitte des 1.Jh.n.Chr. mit Trinkwasser versorgte, damals wurden täglich mit über 20.000m³ Wasser Thermen, private Bäder und öffentliche Zisternen versorgt. Erst Anfang des 20.Jh.  erhielt Nimes eine ähnlich starke Wasserleitung.

Nebenbei ist es ein sehr beliebtes Ausflugsziel für die Bewohner der Umgebung. Man kann Kanufahren, schwimmen, picknicken, wandern oder einfach die wunderbare Kulisse genießen.

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Wir genossen diesen herrlichen Tag.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA Unser verschwiegenes Plätzchen

Am Abend passierte uns eine kleine Panne, im Dunkeln hatten wir Mühe das WoMo zu finden. Der Campingplatz ist sehr großzügig angelegt, und die Hauptwege sind auch gut beleuchtet. Nach dem Abendessen im Restaurant machten wir uns auf den Rückweg zu Schnecki. Wir fanden sehr schnell jene Waschraumanlage, in deren Nähe wir geparkt hatten, aber wir hatten keine Taschenlampe mit und es dauerte doch ein Weilchen, bis wir Schnecki, verborgen zwischen den Pinien endlich wieder entdeckten.

Morgen geht es weiter nach Avignon.

 

Montag, 23. September 2013: Pont du Gard – Avignon, 28km

SUR LE PONT D’AVIGNON

Heute hatten wir nur eine kurze Strecke vor uns. Wir fuhren nach Avignon, genauer auf einen Campingplatz, der sich auf einer Insel in der Rhone befindet direkt gegenüber des Papstpalast und der berühmt besungenen Brücke, die halbert in die Rhone ragt, weil der Rest bei einer Überschwemmung davongeschwemmt wurde und niemand bisher sich die Mühe gemacht hat, das Stück wieder zu ergänzen.

Wir nahmen das Fährboot und setzten zur anderen Seite des Flusses über und schon waren wir beim Papstpalast.

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     Die Fähre …                  … und über den Dächern von Avignon

Zuerst erklommen wir die Zitadelle wo sich uns ein herrlicher Blick über Avignon bot. Danach ging es weiter zu den mächtigen Mauern des Papstpalasts.

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Hier hauchten sowohl die Filmkamera von Egbert als auch mein Fotoapparat endgültig ihr Akkuleben aus. Und endlich kam die GuckiDrucki, welche wir bereits in Beziers gekauft hatten zum Einsatz, ein praktisches kleines Ding. Aber wie man sieht hat es uns gute Dienste geleistet.

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DSCF5477  Ein Modell des Palastes zeigt, wie verwinkelt das Gebäude ist.

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                      Egbert I. ….  … mit Pfarrersköchin

Nach einer recht üppigen Eintrittsgebühr betraten wir mit hunderten anderen Touristen den Palast und … waren recht enttäuscht. Egbert war das letzte Mal anlässlich seiner Maturareise vor … na sagen wir, vor langer langer Zeit hier. Aber seither hatte sich nicht viel geändert, kahle Räume , verwinkelte Bauten, keine übersichtliche Wegmarkierung und überhaupt, sehr enttäuschend. Mag ja sein, dass während der französischen Revolution alle Kostbarkeiten verloren gingen und der Palast lange Zeit als Militärstützpunkt diente, dennoch hätte man wenigstens ein bisschen von den Einnahmen dafür verwenden können das ganze optisch etwas aufzupeppen.

Danach spazierten wir durch Avingnon und kehrten schließlich müde zu Schnecki zurück.

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Ein hängender Garten ….                                 … und die Stadtmauer

Hier versuchte Egbert die Abendsonne einzufangen, was ihm glaube ich recht gut gelungen ist.

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Halberte Brücke mit Papstpalast im Abendrot

Morgen treten wir endgültig die Rückreise an, das Ziel ist Ventimiglia in Italien.

Dienstag, 24. September 2013: Avignon – Grasse – Ventimiglia, 340km

EINE DUFTE STRECKE

Heute brachen wir zu unserer vorletzten Etappe auf, entlang der französischen Küste über die Autobahn Richtung Italien. Wir spulten unsere Kilometer ab und da wir sehr flott vorankamen  entschlossen wir uns zu einem kleinen Abstecher nach Grasse, dem „Rom der Düfte“.

Grasse macht keinen besonders pompösen Eindruck aus der Ferne und auch die Haupteinnahmequelle, natürliche und synthetische Duftstoffe für die Kosmetik und Waschpulver Industrie, ist in der Luft nicht zu erschnuppern. Etwa ein Zehntel der Einwohner, also 4000 Menschen, sind in der Parfumindustrie beschäftigt, wobei mittlerweile die Rohstoffe dazu nicht mehr selbst geerntet sondern aus Türkei, Bulgarien, Marokko, ja sogar Indien importiert werden.

Aber dieses Städtchen hat eine farbenfrohe Altstadt, die wirklich sehenswert ist. Wir hatten einen extra WoMo Reiseführer, der uns immer wieder mit sehr nützlichen Tipps versorgte, so auch diesmal – der ideale WoMo Parkplatz ist direkt beim Stadion, von hier ist es nicht weit in die Altstadt und man findet Parkplätze, die breit und lang genug sind. Nach einigem Hin und Her gelang es mir mittels Führerangaben und Google Maps, Egbert genau in jene Ecke der Stadt zu lotsen. Und richtig, hier fanden wir ein Plätzchen direkt bei einem Gässchen, das steil hinauf zur Kathedrale führte.

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Der einst notwendige wehrhafte Charakter ist dieser Basilika aus dem 12.Jh noch immer anzusehen, ebenso ihr unverkennbar romanischer Stil. Eine Besonderheit, im rechten Seitenschiff hängen zwei Frühwerke von Rubens, damit kann auch nicht jedes Kircherl aufwarten, schon gar nicht in dieser Gegend!

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Von der Dachterrasse hat man einen schönen Blick über die Altstadt.

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Wir spazierten, fotografierte und aßen unsere letzten französischen Crepes.

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Danach erklommen wir wieder unser Schnecki und weiter ging es Richtung Italien.

Kurz vor der Grenze wies ein Schild zu einem Parkplatz mit schöner Aussicht, wir wurden nicht enttäuscht. Vor uns breitete sich die Bucht von Monte Carlo aus umgeben vom tiefblauen Mittelmeer. Neben dem riesigen Kreuzfahrtschiff wirkt das Casino von Monte Carlo wie eine Gartenhütte, findet ihr nicht auch?

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Ventimiglia liegt direkt hinter der Grenze und dennoch spürst du sofort, dass du in Italien bist. Wir checkten am Campingplatz ein und da es kein annehmbares Restaurant in der Nähe gab, wurde uns vom Pizzaboten, die bestellte Pizza direkt ans WoMo geliefert, ein wirklich bequemer Service!

Mittwoch, 25. September 2013: Ventimiglia – Lignano Sabbiatoro, 634km

BELLA ITALIA

Wir sagten Adieu zu Ventimiglia und weiter ging es über die Autobahn quer durch Norditalien Richtung Heimat.

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An uns zog die Landschaft vorbei und in Gedanken warenwir noch immer in Südfrankreich. Bekanntlich braucht die Seele immer ein bisserl länger, als der Körper um wieder dort zu sein, wo man tatsächlich ist.

Am späten Nachmittag erreichten wir Lignano Sabbiatoro. Dieser so bekannte Urlaubsort war schon beinahe im Winterschlaf, der Campingplatz schloß acht Tage später seine Pforten, die meisten Restaurants waren ebenfalls nicht mehr geöffnet und das ganze Städtchen schien erleichtert aufzuseufzen, dass die Saison endlich vorüber war.

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Wir suchten uns ein nettes Plätzchen, Egbert installierte Strom und Gas, während ich wie gewohnt die Innenarbeiten erledigte. Danach wanderten wir Richtung Strand und genossen das warme Meer, obwohl es schon zu kühl zum Baden war, Schade!

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Donnerstag, 26. September 2013: Lignano Sabbiatoro – Faaker See – Breitenfurt, 579km

WIEDER ZUHAUSE!

Nach dem Frühstück (dem letzten auf unserer Reise) machten wir zuerst eine kleine Stadtrundfahrt durch Lignango. Wir kurvten durch menschenleere Straßen, bogen dann ab zur Strandpromenade, fuhren vorbei an den 20 Strandbädern, die kaum besucht waren und wandten uns dann wieder Richtung Autobahn.

Weiter ging es durch das Kanaltal und mittags machten wir Halt am Faakersee. Danach setzte ich mich endlich ans Steuer und chauffierte Schnecki. Anfangs war das recht stressig und insgeheim dachte ich – ich fahre ran und steige wieder um. Aber nach 10 Minuten hatte ich den Dreh langsam raus und nach einer halben Stunde begann es mir richtig Spaß zu machen.

Man hat einen guten Überblick von hier oben und fühlt sich wirklich wie ein Kapitän. Mit Rückenwind, bergab und Heimweh schaffte ich 120km/h Schnecki abzuluchsen, das ist doch recht flott!

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Langsam wurde Egbert ungeduldig und nach einer Stunde übernahm er wieder das Steuer. Am Nachmittag bogen wir in den Hugo von Hoffmansthal Weg und parkten vor Egberts Haus in Breitenfurt.

Unsere Südfrankreich Reise war zu Ende. Insgesamt fuhren wir 4.221km  in 21 Tagen und haben dabei auf 16 verschiedenen Campingplätzen übernachtet. Dabei haben wir viel erlebt und viel gesehen. Und es hat uns so gut gefallen, dass wir nächstes Jahr wieder auf Tour gehen werden um die weite Welt zu erkunden.

Jetzt aber wird Schnecki ausgepackt, eingewintert und nächstes Jahr, ja da geht es dann nach … wohin, da werde ich euch noch rechtzeitig informieren.

Bis dahin, baba!