{"id":4380,"date":"2019-05-24T14:40:48","date_gmt":"2019-05-24T12:40:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.simonis.co.at\/wordpress\/?page_id=4380"},"modified":"2019-05-24T14:57:13","modified_gmt":"2019-05-24T12:57:13","slug":"toskana-woche-3","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.simonis.co.at\/wordpress\/toskana-woche-3\/","title":{"rendered":"Toskana &#8211; Woche 3"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Twin-Towers der Toskana<\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Sonntag, 14.10.2018 \u2013 San Gimignano<\/h4>\n\n\n\n<p><em>Gefahrene km: Moped 9<br>\u00dcbernachtung: Camping Il Boschetto di Piemma \u20ac 27,10 <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Den Vormittag\nvertr\u00f6deln wir gem\u00fctlich und \u00fcberlegen unsere Besichtigungsroute. Am Nachmittag\nlichtet sich die Wolkendecke und wir brausen los, Richtung San Gimignano. Auch\nder Besucherstrom hat sich schon etwas gelichtet, au\u00dferdem w\u00e4hlen wir eine\nandere Route, und ein anderes Stadttor und schon erkunden wir die kleinen\nG\u00e4sschen, fern ab vom Mainstream. Unser erstes Ziel, das Augustinerkloster ist\netwas ganz Besonderes. Ich verstehe den Titel nicht ganz, gut \u2013 zugegeben,\nvorne in der Apsis zeigt ein sehr gut erhaltener Freskenzyklus Stationen aus\ndem Leben des hl. Augustinus, aber das viel Interessantere befindet sich auf\nden Seitenalt\u00e4ren, da w\u00e4re das Bild des hl. Sebastian, nicht am Marterpfahl\ndurchbohrt von unz\u00e4hligen Pfeilen, sondern in blauem Soldatenrock geh\u00fcllt,\nbewahrt er die Bewohner San Gimignanos vor den Wutblitzen Gottes, die er von\noben herab schleudert, dazwischen links Jesus, der auf seine Seitenwunde deutet\nund rechts die Muttergottes mit blanken Busen, um Gottes Zorn zu bes\u00e4nftigen.\nMan muss wissen, der hl. Sebastian ist der Besch\u00fctzer vor Epidemien. Das Bild\nwurde anl\u00e4sslich einer Pestepidemie gemalt, die in San Gimignano gew\u00fctet hat.\nDann gibt es noch ein Altarbild Madonna stillt das Jesuskind, wiederum mit\nentbl\u00f6\u00dfter Brust. Ich w\u00fcrde die Kirche eher der Muttergottesbrust weihen!<\/p>\n\n\n\n<p>Ok, wir gehen\nweiter, spazieren Richtung Festung. Von hier hat man einen herrlichen Blick auf\ndie Geschlechtert\u00fcrme. Am besten gefallen uns die Twin-Towers. Und hier stehen\nsie noch und zwar schon seit vielen Jahrhunderten und kein Sarazene ist mit\neinem Fesselballon hineingeknallt. Fein!<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt f\u00fchrt uns\nunsere Route direkt auf den Domplatz. Der Dom ist wirklich sehenswert, die\nSeitenw\u00e4nde komplett mit Fresken geschm\u00fcckt, links \u2013 Szenen aus dem AT und\nrechts, die bekannten Szenen aus dem Leben Jesu. Ja zur Zeit des\nAnalphabetismus, waren Bilder sehr wichtig f\u00fcr das Kirchenvolk. Und die Fresken\nsind wirklich gut gelungen, sehr bunt und voller Bewegung. <\/p>\n\n\n\n<p>In einem Seitenaltar wird die Hl. Fina verehrt. Man kann den einbalsamierten Liechnam hinter Glas bewundern eine B\u00fcste und eine Holzplanke. Um 1230 erkrankte das M\u00e4dchen mit 10 Jahren an einer schmerzhaften Gelenksinfektion und lag dann 5 Jahre bewegungslos auf einer Holzplanke, angeblich auf eigenen Willen \u2013 wo sie auch mit 15 Jahren verstarb. Schon zu Lebzeiten wurde sie verehrt, das ist ja nicht ganz unbekannt. Mit verkr\u00fcppelten Kindern l\u00e4sst sich doch recht gut Geld verdienen, also inwieweit das M\u00e4dchen freiwillig auf diesem Brett ausgeharrt hat, sei dahingestellt. Jedenfalls wird sie von den Bewohnern San Gimignanos noch heute verehrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Danach besuchen\nwir eine Keramikwerkst\u00e4tte, wo K\u00fcnstler das San Gimignano des 13. Jh in Ton\nabgebildet haben. Ein wirklich sch\u00f6nes Modell. So, nun haben wir genug\nSightseeing gemacht und wollen wieder nach Hause. Beim Mopsi angekommen, sehen\nwir, wie sich der Himmel unten in der Ebene verdunkelt, also blitzschnell nach\nHause, nur irgendwie verpassen wir die Richtung und landen mitten in San\nGigmignano. Nach ein bisschen hin und her, schaffen wir doch die Kurve und\nbrausen dem Unwetter davon.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Die Medicis lassen gr\u00fc\u00dfen<\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Montag, 15.10.2018 \u2013 San Gimignano \u2013 Volterra (64.648-64.678)<\/h4>\n\n\n\n<p><em>Gefahrene km: Womo 30; Moped 8<br>\u00dcbernachtung: Camping Le Balze \u20ac 29 <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Heute fahren\nwir nicht weit, nur 30 km bis zu unserem n\u00e4chsten Stopp, Volterra. Nach einem\nkleinen Mittagessen fahren wir das Mopsi wieder aus der Garage und brausen los.\nZuerst nur ums Eck zur Le Balze. Dies ist ein Bruch, wo unentwegt der weiche\nSandstein, durch Unwetter ausgeh\u00f6hlt wird und abbricht. Urspr\u00fcnglich befand\nsich hier eine etruskische Nekropole, direkt vor der ehemaligen etruskischen\nStadtmauer, auf deren Resten ich herumklettere, um einen Blick nach unten zu\nerhaschen. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Reste\ndieser wuchtigen Stadtmauer aus dem 4. Jh. v.Chr. sind erstaunlich gut\nerhalten. Damals hatte Volterra insgesamt 25.000 Einwohner, im Gegensatz zu\nheute, nur 8.000! Dementsprechend war seine Ausdehnung um ein Vielfaches\ngr\u00f6\u00dfer. <\/p>\n\n\n\n<p>Wir fahren auf\ndie neue \u2013 aus dem Mittelalter stammende Stadtmauer zu, fahren durch das\nEtruskertor, das stammt wirklich noch aus anno dazumal und parken direkt hinter\ndem Domplatz. Weiter k\u00f6nnen wir nicht, alles abgesperrt, denn ein Filmteam hat\nsich hier eingenistet bis 1. November. Hier werden Szenen f\u00fcr die zweite\nStaffel der Medicis gedreht. Ist ziemlich interessant und beeindruckend, welch\ngro\u00dfen Aufwand an Equipment solche Drehs erfordern.&nbsp; Auf dem Hauptplatz wurde ein alter Markt\naufgebaut, eine k\u00fcnstliche Loggia dazugesetzt und das Rathaus ein bisschen dem\nvon Florenz angepasst, dabei war eigentlich das von Volterra das Vorbild f\u00fcr\nden Palazzo Vecchio in Florenz.<\/p>\n\n\n\n<p>Irgendwie ist\nes verst\u00e4ndlich, dass man lieber hier dreht als in Florenz: Dort kann man nicht\neinfach den halben Stadtteil f\u00fcr Dreharbeiten wochenlang sperren, auch\nentsprechen die H\u00e4userreihen nicht mehr so der Zeitepoche, wie es hier der Fall\nist und es sind bedeutend weniger Touristen, die beim Dreh st\u00f6ren, obwohl wir\nstehen dicht gedr\u00e4ngt beim Asperrband und schauen zu wie die Schauspieler\nnochmals und nochmals das Rathaus verlassen, w\u00e4hrend holde M\u00e4idlein in sch\u00f6nen\nDressen elegant vorbeiwandeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir streben dem\nParco Arch\u00e4ologico zu, dort hat man ehemalige Etruskersiedlungen freigelegt.\nAber viel ist nicht zu sehen, die kleinen Steinmauern k\u00f6nnen uns nicht wirklich\n\u00fcberzeugen, daf\u00fcr Eintritt zu l\u00f6hnen. Lieber spazieren wir weiter, und ich\nnehme ein Luftbad in einer originalen r\u00f6mischen Badewanne, die hier im Park so\nherumsteht.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann geht es\nweiter zu einer Pizzeria, und zum Schluss landen wir bei den Resten eines\nr\u00f6mischen Amphitheaters. Wir bemerken, unsere Speicher sind voll weil uns der\nAnblick nicht wirklich in Ektase versetzt. Sch\u00f6n w\u00e4re es, jetzt so 3-4 Tage am\nStrand zu verbummen und dann weiter mit dem Sightseeing, aber das geht nicht,\ndenn unser Urlaub neigt sich dem Ende zu. Also brausen wir zur\u00fcck zum Womo.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Zum letzten Highlight unserer Reise<\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Dienstag, 16.10.2018 \u2013 Volterra \u2013 Levanto (64.678-)<\/h4>\n\n\n\n<p><em>Gefahrene km: Womo 47; <br>\u00dcbernachtung: Camping Aqua Dolce \u20ac 32,50 <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Heute verlassen\nwir die Toskana und fahren an die italienische Riviera. Das Wetter ist\ndurchzogen und so st\u00f6rt uns der Fahrtag gar nicht. Am Nachmittag kommen wir an\nund Egbert legt eine Performance hin, die Seinesgleichen sucht. Der Campingplatz\nist eng, nicht verwunderlich, denn hier im Gebiet der Cinque Terre ist alles\nsteil und bergig. Also, der Campingplatz ist nicht nur eng, sondern auch gut\nbesucht, da bleibt nicht viel mit Qual der Wahl. Leider wird uns ein Platz\nzugewiesen, der eigentlich nur f\u00fcr Kastenwagen geeignet ist, aber Egbert\nversucht es trotzdem und schon ist er eingeklemmt, zwischen anderen\nKastenwagen, Laternenmast und B\u00e4umen. Ich starte los, hole den Wappler und\nbitte um Hilfe beim \u201eAusparken\u201c. Da er keinen Schuhl\u00f6ffel dabei hat, versucht\ner es mit Anweisungen, lotst Egbert cool von einem Revasieren zum N\u00e4chsten. Und\nschlie\u00dflich ist es geschafft. Egbert dreht eine Runde und dann bekommen wir\ndoch noch ein akzeptables Pl\u00e4tzchen. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Mit der Bahn ins Wunderland!<\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Mittwoch, 17.10.2018 \u2013 Levanto<\/h4>\n\n\n\n<p><em>Gefahrene km: 0<br>\u00dcbernachtung: Camping Aqua Dolce \u20ac 32,50 <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>In der Nacht\nsch\u00fcttet es und wir zweifeln sehr, ob das noch was mit der Cinque Terre Tour\nwird. Aber am Morgen lichtet sich die Wolkendecke und um die Mittagszeit\nstiefeln wir los Richtung Bahnhof. Es gibt nur drei M\u00f6glichkeiten diese\nWunderorte zu besichtigen, entweder man nimmt den Zug, oder das Boot, oder die\nWanderstiefel. Auto, Womo oder Mopsi sind hier fehl am Platz. Eigentlich\nwollten wir einen Mix aus Bahn und Wandern aber daraus wird nix, weil uns der\nnette Herr, der die Bigletti verkauft erkl\u00e4rt, dass gerade jene Wanderwege, die\nf\u00fcr uns interessant w\u00e4ren, gesperrt sind und zwar schon seit der Flut von 2011.\nSeither hat es keiner der M\u00fche wert gefunden, diese wieder zu renovieren. Geht\ndoch auch so, denn nach der Flut von 2011, \u00fcberschwemmen jetzt die Asiaten das\nLand! <\/p>\n\n\n\n<p>Wir nehmen das\nStopp-and-Go Ticket, damit kann man alle Orte der Cinque Terre anfahren, setzen\nuns erwartungsvoll in den Zug und fahren bis Riomaggiore. Sehen tut man nix,\ndenn fast die gesamte Strecke f\u00fchrt durch Tunnel, nur ab und zu sieht man das\nMeer und die Sonne blitzen. <\/p>\n\n\n\n<p>In Riomaggiore klettern wir aus dem Zug und folgen dem Strom, machen unsere Fotos, bewundern die Aussicht, gehen zur\u00fcck zum Bahnhof und fahren nach Manarola. Man folgt dem Besucherstrom, bewundert die H\u00e4user, die \u00fcbereinander gestapelt am Berghang kleben, versucht coole Fotos zu schie\u00dfen, schaut im Fahrplan nach und weiter geht es nach Corniglia. Hier gibt es eine kleine Abweichung, denn das \u00d6rtchen pickt hoch oben \u00fcber dem Bahnhof, eigentlich unerreichbar, w\u00e4re da nicht der Minibus, der uns geduldig erwartet und mit voller Ladung in die schwindelerregenden H\u00f6hen braust. Super! <\/p>\n\n\n\n<p>Hier kommen wir endlich zu unserem Mittagessen und die Asiatische Horde hat sich verzogen, Gott sei Dank!<\/p>\n\n\n\n<p>Dann brausen\nwir wieder Richtung Bahnhof zu unserem letzten Stopp, Vernazza! Das ist\nwirklich nett, denn Vernazza hat eine richtige Piazza! Hier schie\u00dfe ich noch\nein paar tolle Fotos und dann hei\u00dft es schon wieder aufbrechen, zur\u00fcck zum\nBahnhof und ab nach \u201eHause\u201c. <\/p>\n\n\n\n<p>So, und jetzt\ngehen wir ins Campingrestaurant, hier hat Egbert einen Table-for-Two reserviert\nund wir werden dar\u00fcber nachsinnen, wohin wir unsere Nasen morgen hinwenden\nwerden. Mal schauen, morgen werdet ihr davon erfahren!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Mach mal Pause<\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Donnerstag, 18.10.2018 \u2013 Levanto<\/h4>\n\n\n\n<p><em>Gefahrene km: 0<br>\u00dcbernachtung: Camping Aqua Dolce \u20ac 32,50 <\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Heute pr\u00e4sentiert sich das Wetter mit einem wolkenlosen strahlend blauen Himmel. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck \u00fcberlegen wir, was wir mit dem Tag beginnen sollen. Nochmals die gestrige Tour mit tadellosem Wetter? Naja, war zwar sch\u00f6n, aber \u2026. \u2013 Weiterfahren, wenn ja \u2013 wohin? Wir haben noch einen Zwischenstopp geplant auf unserer Heimreise, n\u00e4mlich in Venedig. Sollen wir schon heute aufbrechen? Naja \u2013 das Wetter ist doch so sch\u00f6n, das wollen wir nicht mit einem Fahrtag vergeuden. Nach all dem \u00dcberlegen ist es schon Mittag und so bleibt alles, wie es ist, wir lungern herum und genie\u00dfen das Nichtstun. Das ist n\u00e4mlich auch recht sch\u00f6n, denn unser Sightseeing-Speicher ist rappelvoll. <\/p>\n\n\n\n<p>Am Nachmittag rappeln wir uns auf und machen einen Spaziergang, hinauf zum Kirchlein und den Resten der ehemaligen Stadtmauer, beide stammen aus dem 13. Jh. Dann schlendern wir Richtung Meer, sehen den Sonnenanbetern zu wie sie sich ins Meer st\u00fcrzen. Ist schon irgendwie cool, am 18. Oktober im Mittelmeer zu schwimmen! Die Zehenprobe beweist, wie COOL das ist!<\/p>\n\n\n\n<p>Direkt am Meer gibt es ein Strandbad im Art-Deco Stil, das aber geschlossen ist. Wer kommt auf die Idee, hier ein Freibad zu bauen? Dann kommt Wind auf und wir wandern wieder zur\u00fcck zum Womo. Am Abend sch\u00fcttet es und wir besuchen nochmals das Campingrestaurant. Auch heute ist es gut, dass wir reserviert haben, denn alles ist rappelvoll. Kein Wunder, denn gestern haben uns Qualit\u00e4t und Preis der Speisen mehr als angenehm \u00fcberrascht. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Venezia, wir kommen!<\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Freitag, 18.10.2018 \u2013 Levanto-Venedig<\/h4>\n\n\n\n<p><em>Gefahrene km: 411<br>\u00dcbernachtung: Camping Fusina (ASCI-Card) \u20ac 19,40<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Nach der\neigenen Morgen-Toilette, Fr\u00fchst\u00fcck und Womo-Toilette verabschieden wir uns von\nder Levantinischen K\u00fcste und machen uns auf den Heimweg. Das Ziel ist wie zu\nBeginn unserer Reise \u2013 Venedig, denn hier wollen wir den Samstag verbringen,\nbevor wir am Sonntag dann endg\u00fcltig heimkehren.<\/p>\n\n\n\n<p>So queren wir\ngem\u00fctlich den italienischen Stiefel und landen am fr\u00fchen Nachmittag in Venedig.\nDiesmal sind wir ein bisschen fr\u00fcher dran und so k\u00f6nnen wir uns einen Platz an\nder Mole aussuchen. Das Womo wird geparkt an die Stromnabelschnur geh\u00e4ngt, die\nFu\u00dfmatte ausgerollt und der Campingstuhl aufgestellt, aber die vorbeiziehenden\nSchiffe sind so interessant, dass Egbert schnell wieder die Kamera z\u00fcckt. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">La Serenissima!<\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Samstag, 19.10.2018 \u2013 Venedig<\/h4>\n\n\n\n<p><em>Gefahrene km: 0<br>\u00dcbernachtung: Camping Fusina (ASCI-Card) \u20ac 19,40<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wir wollen das Vaporetto um 10:00 erwischen, da hei\u00dft es, sich etwas sputen, denn \u00fcblicherweise beginnen wir den Tag immer sehr gem\u00e4chlich und gem\u00fctlich. Gesagt, getan, um 10:00 springen wir an Bord und schon geht es los, Richtung Zattere, in der N\u00e4he der Ponte dell\u2018 Academia, die \u00fcber den Canale Grande f\u00fchrt. <\/p>\n\n\n\n<p>Ich verziehe mich gleich unter Deck, w\u00e4hrend Egbert oben den Winden trotzt. Aber bald hat auch er genug davon und gesellt sich zu mir. Das Schiff f\u00e4hrt auf einer Wasserstra\u00dfe, die ist links und rechts mit breiten Pf\u00e4hlen markiert. Das ist hier in der Lagune mit dem vielen Schiffsverkehr unverzichtbar, denn so wei\u00df jeder, wo der andere f\u00e4hrt. Nach einer halben Stunde steigen wir an der Mole aus, und wandern Richtung Markusplatz. Hier gibt es viel zu sehen, pr\u00e4chtige Palazzi s\u00e4umen den Weg, viele sind piko-bello restauriert. <\/p>\n\n\n\n<p>Und wir wandern\nnicht allein, denn, das hat Egbert bereits am Morgen kontrolliert, heute m\u00fcssen\nwir uns Venedig mit insgesamt drei Kreuzfahrtschiffen teilen, abgesehen von all\nden anderen Touristen, die ihren Weg hierher gefunden haben und das sind\nbeileibe nicht wenige!<\/p>\n\n\n\n<p>Wir schlendern\nweiter, fotografieren und biegen ab vom Touristenpfad. In den winkeligen Gassen\nist man fast alleine und hat einen ganz anderen Eindruck von Venedig. Dann\nstehen wir wieder mitten im Touristenstrom auf einer Br\u00fccke und beobachten, wie\nunter uns die Wassertaxis, Gondeln, Lieferschiffe und Linienschiffe ihre Kreise\nziehen. Egbert m\u00f6chte einen Teil der Strecke mit dem Schiff fahren, damit wir\nmehr vom Kanalufer sehen k\u00f6nnen \u2013 am besten 3 Stationen mit einem Vaporetto. Also\nwieder hinein ins Gassengewirr und Richtung Einstiegsstelle. Endlich haben wir\nsie erreicht, aber hier gibt es keinen Ticketautomaten. Was sollen wir tun? \u2013\nDas Boot kommt, na vielleicht kann man das beim Schaffner l\u00f6sen. Als wir an\nBord klettern, sehe ich weit und breit keinen Ticketautomaten und schon gar\nkeinen Schaffner. Also fahren wir SCHWARZ und das in Venedig. Ist mir das\nunangenehm! Anstatt die Aussicht zu genie\u00dfen blicke ich um mich auf der Suche\nnach einem Schwarzkappler, der Fahrscheine kontrolliert. Wie hei\u00dft das blo\u00df auf\nItalienisch: Fahrscheinkontrolle \u2013 Ihre Fahrscheine bitte! Ob ich das verstehe\nund was sage ich dann? Scusi, nix kapito, no parliamo italiano? Ob er sich\ndamit zufrieden geben wird? Vor lauter Gr\u00fcbeln verpasse ich fast unsere\nAusstiegsstelle und bin sehr erleichtert, wieder festen und damit legalen Boden\nzu betreten. Der Blick auf die Tafel mit den Fahrscheinpreisen neutralisiert\nmein schlechtes Gewissen sofort. Eine Fahrt kostet n\u00e4mlich 7,5 \u20ac.\nWahrscheinlich gilt das f\u00fcr die d\u00e4mlichen Touristen, denn wenn sie einen schon\nt\u00e4glich so derartig auf den Wecker gehen, dann sollen sie gef\u00e4lligst auch daf\u00fcr\nblechen! Daf\u00fcr habe ich schon Verst\u00e4ndnis, nur frage ich mich, was kostet dann\neine Fahrt mit der Gondel oder einem Wassertaxi, oder besser gesagt, das will\nich gar nicht wissen!<\/p>\n\n\n\n<p>Am Markusplatz lassen wir uns in einem Caf\u00e9 nieder, aber als der Kellner die Karte bringt, springen wir wieder auf. Dass ein Kaffee am Markusplatz nicht gerade billig ist, damit haben wir gerechnet, aber wenn dieses kleine Vergn\u00fcgen pro Person 17 \u20ac kosten soll, dann geht das zu weit. Meine Sympathie f\u00fcr die Venezianer bekommt einen kr\u00e4ftigen D\u00e4mpfer. Wir schlendern weiter und ein bisserl seitlicher finden wir dann ein Caf\u00e9, wo die Melange \u201enur\u201c mehr 9 \u20ac kostet. So lassen wir uns nieder, und genie\u00dfen gemeinsam als Mittagessen, <strong>eine<\/strong> Melange und <strong>einen<\/strong> Toast. Dann schlendern wir wieder zur\u00fcck und um 15:30 geht es mit dem Vaporetto zur\u00fcck zum Womo. Hier lassen wir den Tag ausklingen mit herrlichem Panorama, das immer wieder von riesigen Frachtschiffen gekreuzt wird.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wieder daheim<\/h3>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Sonntag, 20.10.2018 \u2013 Venedig-Wien<\/h4>\n\n\n\n<p><em>Gefahrene km: 595<br>\u00dcbernachtung: zuhause<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Am Vormittag\nmachen wir uns auf den Weg, winken zum Abschied nochmals nach Venedig und dann\ngeht es auf die Autobahn. Rasch sind wir in \u00d6sterreich und halten unsere\nMittagsrast auf demselben Parkplatz wie bei der Hinfahrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Egbert plant das Womo in Wien vor unserer Wohnung f\u00fcr das Ausladen zu parken, aber ich bin sehr skeptisch, wo sollen wir denn das Riesending in der schmalen Gasse parken, noch dazu am Sonntagabend? <\/p>\n\n\n\n<p>Aber, wie hei\u00dft es so sch\u00f6n, wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Wir parken direkt vor dem Haus, und da der Wagen so gut steht, planen wir ihn erst am Montag wieder auf seinen Parkplatz zu f\u00fchren. So r\u00e4umen wir gem\u00fctlich das Womo aus und feiern am Abend beim Chinarestaurant um die Ecke unsere gelungene Toskanareise. <\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fazit<\/h3>\n\n\n\n<p><strong>Ein kurzer \u00dcberblick: <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Insgesamt waren\nwir 22 Tage unterwegs. Dabei sind wir mit dem Wohnmobil 2.695 km gefahren und\nmit unserem Mopsi 125 km. Wir haben an acht Campingpl\u00e4tzen und vier\nStellpl\u00e4tzen \u00fcbernachtet. Unser durchschnittlicher Tagesverbrauch waren knapp\n97 \u20ac. F\u00fcr ESSEN gaben wir 12,37% aus, f\u00fcr RESTAURANTS und CAF\u00c9S brauchten wir\n18,08%, DIVERSES, wie Mitbringsel, Eintritte und Fahrkarten belief sich auf\n18,22% w\u00e4hrend Tanken\/Maut 27,11% und \u00dcbernachtungen 24,22% verbrauchten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zur Reise insgesamt:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Was hat uns am\nbesten gefallen? Also der Dom von Siena war sicherlich eines der Highlights,\naber eigentlich ist es die F\u00fclle der Kunstsch\u00e4tze und architektonischer\nKleinode, \u00fcber die man an allen Ecken und Enden stolpert. Viele D\u00f6rfer und\nSt\u00e4dtchen haben ihren urspr\u00fcnglichen Charakter \u00fcber die Jahrhunderte bewahrt\nund es ist toll, durch diese winkligen G\u00e4sschen zu streifen. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Toskana ist\nein wirklich lohnendes Reiseziel, es gibt so viel zu sehen, dass nach 2 Wochen\nunsere Speicher voll waren, und dabei haben wir nur einen kleinen Teil dieser\nwundersch\u00f6nen Landschaft gesehen, den S\u00fcden haben wir noch gar nicht erkundet\nund dazwischen g\u00e4be es ja auch noch so vieles zu entdecken. Mal sehen, die\nPension ist ja nicht mehr weit und dann haben wir viel mehr Zeit f\u00fcr unser\nzweitliebstes Hobby. <\/p>\n\n\n\n<p>Tja, und jetzt\nfragt sich wohl jeder: \u201eWas ist denn dann das liebste \u2026?\u201c <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a class=\"read-more\" href=\"https:\/\/www.simonis.co.at\/wordpress\/toskana-woche-3\/\">Read more<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":4684,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-4380","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.simonis.co.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4380","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.simonis.co.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.simonis.co.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.simonis.co.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.simonis.co.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4380"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.simonis.co.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4380\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4679,"href":"https:\/\/www.simonis.co.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4380\/revisions\/4679"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.simonis.co.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4684"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.simonis.co.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4380"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}